Die Methode
Dr. Alfred A. Tomatis entwickelte ein Gerät, welches die Möglichkeit hat bestimmte Frequenzen zu verstärken oder auszublenden. Auf der Grundlage von Musik von Mozart oder Gregorianischem Gesang werden im Duktus der Musik Frequenzen verstärkt oder ausgeblendet. Das Hörsystem wird durch die ungewohnte akkustische Darbietung aufgefordert zu reagieren. Die Mittelohrmuskulatur wird durchbewegt. Durch das Angebot der tiefen oder hohen Frequenzen des Musikstückes, wird das Hörsytem "durchbewegt", man könnte von "Gymnastik" des Mittelohres sprechen.
Erstarrte "Hörmuster" werden wieder freier und offen für neue Hör- und Horchmöglichkeiten.
Das "innere Sinfonieorchester" des Körpers mit seinen Organen wird wieder neu gestimmt.
Dr. Alfred A. Thomatis forschte sein Leben lang über das Hören.
Er entwickelte drei "Tomatis Gesetze" welche 1957 auch offiziell von der französischen Akademie der Wissenschaften (Sorbonne) anerkannt wurden:
1. Die Stimme enthält als Obertöne nur die Frequenzen, die das Ohr hört.
2. Gibt man dem Ohr die Möglichkeit, nicht mehr oder nicht gut wahrgenommene Frequenzen wieder korrekt zu hören, so treten diese augenblicklich und unbewusst wieder in der Stimme in Erscheinung.
3. Die über eine bestimmte Zeitdauer wiederholte akustische Stimulation führt zur endgültigen Veränderung des Gehörs und folglich auch der Phonation.
Warum Mozart, warum gregorianischer Gesang
Dr. Alfred A. Tomatis forschte auch bezüglich der Musik die er seiner entwickelten Horchterhapie unterlegte.
Er machte versuche mit vielen verschiedenen Komponisten und Musikstilen. Er fand, dass bei Mozart die besten Erfolge eintraten.
Er benannte als einen der Gründe den "inneren Rhythmus", Verdichtungen der Musik und von Intensitätszunahme von Lautstärke und Frequenzspektrum. Dies geschieht bei Mozart alle 0.5 Sekunden¹.
Zudem ähnelt der Rhythmus von Mozarts Musik mit diesen 0.5 Sekunden ca. 120 Schlägen/min. was dem Herzschlag eines kleinen Kindes nahe kommt.
Zudem war Mozart besonders auf Harmonien bedacht, was emotional einem Gefühl der Verlässlichkeit und Sicherheit entspricht und auf ein gutes Ende hindeutet.
Trotzdem langweilt die Musik von Mozart nicht, trotz seiner Ausgewogenheit von
Spannung / Entspannung, Ruhe / Erregung, Emotionalität / Struktur.
Der innere Gehalt von Mozarts Musik hat oft etwas fröhliches, freies wechselt zwischen ungestühm und empfindsamkeit und Mozart selbst war Begeistert von den "Gesprächen" die in der Musik geführt werden konnten.
Der gregorianische Gesang hat eine Ausgeglichenheit und entspannende Grundlinie und wird für die Entspannung des Hörsystems in der Hörbehandlung eingesetzt.
¹ Stern (1996), S. 16
Die Behandlung
Zunächst wird bei Ihnen ein Hörprofil erstellt und mit Ihnen besprochen.
Wenn Sie sich für eine Behandlung entscheiden, dann wird diese einen Basisblock mit 12 bis 15 aufeinanderfolgenden Tagen (ausser Sonntag) à jeweils 2 Stunden pro Tag Horchtraining für Sie bedeuten: Den Abschluss bildet wieder ein Hörprofil und die Besprechung des weiteren Vorgehens.
In der Regel schliessen sich zwei Folgeblöcke an, à jeweils 8 bis 10 Tage mit 2 Stunden pro Tag Horchtraining.
Zwischen dem Basis- und den Folgeblöckese ist jeweils ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Wochen.