Das elektronische Ohr

Das von Dr. Alfred A. Tomatis entwickelte elektronische Ohr 
hilft Ihnen Ihr Gleichgewicht wieder zu erlangen.

Die Klangwippe

Die sogenannte Klangwippe ist ein Element des elektronischen Ohres.
Sie dient dazu alte Hör-Muster aufzulösen um dem neuen
 Zu-hören Platz zu geben.

  • Das akustische Signal (Mozart, gregorianischer Gesang, die eigene Stimme, die Mutterstimme) wird in Abhängigkeit der Dynamik in den Kanal 1 oder Kanal 2 geleitet.
  • Der Kanal 1 wirkt wie ein Tiefpassfilter - Tiefe Frequenzen können passieren und werden verstärkt
  • Der Kanal 2 wirkt wie ein Hochpassfilter - die hohen Frequenzen werden verstärkt durchgelassen. 
  • Über die Kopfhörer wird das akustische Signal zwischen Höhen- und Tiefenbetonung wippend gehört.


Das Hörerlebnis ist zunächst ungewohnt, das übliche Hören wird "verstört". Alte Hörmuster aufgelöst. Eine neue Ordnung kann sich einstellen.

Die Knochen- und Luftleitung

Für die Behandlung werden Spezialkopfhörer verwendet. Einerseits wird das akustische Signal über die Luftleitung und das Trommelfell angeboten, zusätzlich ist noch ein Übertäger eingebaut, welcher die Musik gleichzeitig direkt auf die Schädelknochen überträgt.

  • Unser natürliches Hören findet ständig über Luft- und Knochenleitung statt
  • Das Innenohr wird über Knochen- und Luftleitung erreicht
  • Die Stimulation über die Knochenleitung bedeutet in der Systemischen Hörtherapie, die Fähigkeit der Selbstwahrnehmung zu fördern, sich selbst zu hören und sich selbst zu fühlen ¹ 
  • Über die Luftleitung wird das räumliche Hören, auch das Hören im sozialen Raum ermöglicht


Auch der Gleichgewichtssinn erfährt eine Stimulation durch die Berbeitung des Knochen- und Luftleitungssystems.

¹Von der Resonanz zur Bindung. Dirk Beckedorf, Franz Müller; S.238

Die Zeitvariabeln

Präzession und Latenz

Die Schallausbreitung ist über die Knochenleitung 10-15mal schneller als über die Luft. Die Information erreicht das Innenohr über die Knochenleitung früher  als über die Luftleitung und das Mittelohr.

  • Die zeitliche Latenz des Hörens über Luft- bzw. Knochenleitung kann therapeutisch genutzt werden
  • Obwohl dem Phänomen der vorauseilenden Knochenleitung bisher wissenschafltich keine Bedeutung zugemessen wird, war Dr. Alfred A. Tomatis der Meinung, dass eine Vorbahnung der Informationsaufnahme über die Knochenleitung geschehe. Daraus folge eine Optimierung der Vorspannung des Mittelohrapparates.
  • Das Hinüberwechseln auf einen der Kanäle 1 oder 2 kann mit einer Latenzzeit versehen werden, eine unbewusste "Entschleunigung" kann so dem Horchprozess eingebaut werden.


Das elektronische Ohr kann mittels Präzession einstellen, mit welcher zeitlichen Verzögerung der Schall über die Knochenleitung, dem Luftleitungsschall voraus eilen soll.
Dies hilft Verarbeitungsprozesse besser zu strukturieren.

Die Filtersysteme

Die Filtersysteme erlauben die dargebotenen Frequenzräume zu bestimmen.

  • Die Zeit im Mutterleib wird meist als gute Lebensphase gespeichert. Mittels des Hörerlebnisses kann diese Situation mit der Mutterstimme nachsimuliert werden.
  • Die akkustische Geburt, bringt einem bezüglich der gehörten Frequenzen nochmals auf die Welt. Wer hätte sich nicht schon eine zweite Chance gewünscht?


Was mittlerweile allgemeines Wissen ist, wurde zur Entdeckungszeit durch Dr. Alfred A. Tomati heftig umkämpft: Der Fetus hört bereits im Mutterleib. Ab der 22. Schwangerschaftswoche ist das Innenohr funktionsfähig.


Die Balance

Die Balance erlaubt auf die Lateralisierung Einfluss zu nehmen.
Links und Rechts sind mehr als zwei Seiten des Gleichen.

Die audio-vokale Schleife

Die drei Tomatis Gesetze bedeuten, dass das Sprechen und die Sprache durch die Behandlung mit dem elektronischen Ohr nachhaltig verändert werden kann.

  • Das aktive Sprechen und sich selbst hören über das elektronische Ohr, lässt ein ganz neues Erleben seiner selbst zu
  • Föderung der Selbstannahme, Selbstakzeptanz und zu sich selbst stehen.
  • Erlernen einer Fremdsprache durch das verbesserte Hören im Frequenzbereich der Sprache